Andenken an Kiel – ein TweetUp am Abend

Schon vor einiger Zeit hatten @Libbe_kiel und das @StadtmuseumKiel auf Twitter zu einem TweetUp im Stadtmuseum Warleberger Hof in Kiel aufgerufen. Anlass war die neue Ausstellung „Andenken an Kiel“, die dort morgen eröffnet wird und die Kuratorin und Museumstwitterin Julia Liedke betreut hat. Zum Glück hatte ich meine liebe Babysitterin bestellt, sonst wäre ich gestern nach dem chaotischen Tag mit Augenarztbesuch und gerissener Fahrradkette wohl nicht mehr losgekommen.
So fuhr ich dann mit klopfendem Herzen zum Stadtmuseum. Wie würde mein erste Twittertreffen werden? Sind die Leute nettS? Sprechen die überhaupt mit mir oder kennen die sich schon alle und reden nur miteinander?
Meine Sorgen waren aber völlig unbegründet. Schon beim Betreten des Museums wurde ich freundlich begrüßt und kam auch schnell mit den anderen Twitterern in Kontakt. Dann ging die Sonderführung für die Twitterer los – „Es wäre sinnvoll, wenn Sie auch mitkommen würden.“
Solche TweetUps finden wohl in anderen Museen schon statt, nun gab es das also auch in Kiel.

Ich muss sagen, dass mich das Multitasking (Zuhören, Angucken, Fotografieren, Twittern) etwas überforderte. Es gab zwar den einen oder anderen Tweet von mir, aber z.T. mit falschem Hashtag (ups!). Außerdem verabschiedete sich immer wieder das Netz.

Plakate

Die Ausstellung hingegen war unglaublich spannend und Frau Liedke erzählte sehr lebendig und anschaulich wie sie zu einzelnen Ausstellungsstücken gekommen war oder welche Geschichte hinter den Gegenständen steckt. Das war wirklich faszinierend.

Tasse

Unser Rundgang ging von handbemalten Porzellantassen und -tellern auf dem Anfang des. 19. Jahrhunderts über kuriose Erinnerungsstücke aus der Kaiserzeit (vor allem bemalte Riesenmuscheln und grotesk anmutende Salz- und Pefferstreuer in Form von Schiffen) bis hin zu diversen Aschenbechern aus den 1950er Jahren, dann vor allem mit dem Kieler Stadtwappen verziert.

Kieler Woche-Plaketten

Tellerchen-Serie

Besonders beeindruckend fand ich die Sammlung der Plakate, die fast vollständige Sammlung an Kieler Woche-Plaketten und eine Tellerserie aus den 1960er Jahren. Der Rundgang endete bei einer Vitrine mit den privaten Stücken zweier Sammler und den heutigen Devotionalien.
Erstaunt waren wir wohl alle, dass es Andenken in Form einer Toilette gab (wohl als Aschenbecher zu benutzen, wie Frau Liede vermutete) und dass es immer wieder Trinkgefäße, gerne auch Bierkrüge mit Kiel-Motiv gab. Der „Waldi“ durfte natürlich auch nicht fehlen.

Waldi

Nach etwa einer Stunde war unser Rundgang beendet und die Stadt Kiel spendierte für alle Sekt, OSaft und Wasser. Es wurden dann noch Kontakte geknüpfte und Meinungen ausgetauscht.
Ein gelungener Abend ging zu Ende – die Ausstellung „Andenken an Kiel“ jedoch wird ab morgen (20.Januar) für das Publikum geöffnet sein. Ich werde bestimmt mit der Familie noch einmal hingehen, zumal diese Ausstellung einen tolle Ergänzung zu der im Obergeschoss gezeigten Schau „Kiel im Bild“ ist, die wir ja vor kurzem erst gesehen haben.

Teller

Und allen Lesern aus Kiel und Umgebung kann ich den Besuch dieser interessanten Ausstellung nur wärmstens ans Herz legen.

Herzlichst, Eure
Ms_GoingtoMoon

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Über msgoingtomoon

I am: -> Mother of two kids (Mr Moon-Junior and Miss Venus) -> married to Mr Moon -> mainly a single mother, because Mr Moon is working in Munich at the moment -> a teacher -> working in home office or at school -> interested in music, sports, books and arts -> singing in a choir -> not always patient -> able to shout and to whisper -> ....? Just ask at http://www.formspring.me/msgoingtomoon
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