Im August 2013

Nun sind die Sommerferien fast vorbei und in der nächsten Woche beginnt hier im Norden wieder die Schule. Für mich geht es nach länger Pause wieder in den staatlichen Schuldienst, für den Sohn steht der Wechsel aufs Gymnasium an. Es bleibt also spannend, ganz nach dem Motto „Alles auf Anfang“.

Im August werde ich
– die neuen Kollegen und Schüler kennen lernen
– die Einschulung des Sohnes aufs Gymnasium feiern
– viele Termine haben
– viel organisieren müssen
– Geburtstag feiern
– eine Übernachtungsparty organisieren
– mit der Tochter zu ihrem Klassenfest gehen
– vielleicht mal wieder tanzen gehen

Und was habt Ihr so vor?

Herzlichst, Eure
Ms_GoingtoMoon

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Alles dreht sich

Neulich durfte ich mal wieder eine Buchrezension für die Bibliophilin schreiben und nachdem mein Text dort schon vor ein paar Tagen veröffentlich wurde, möchte ich ihn Euch auch hier noch einmal vorstellen.

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Alles dreht sich
von Rosemarie Eichinger
Chicken-House im Carlsen-Verlag
ISBN 978-3-551-52049-4
200 Seiten
13,99 Euro

Wer hat sich nicht schon einmal mit den wichtigen Themen des Lebens beschäftigt? Wer nicht schon einmal über Tod und Sterben nachgedacht und überlegt, was er bis zum Tod noch erledigen möchte? Meine Schüler müssen in dem einen Kurs, den ich betreue, immer wieder über diese Frage nachdenken: Was wollen sie erreichen, ehe sie sterben?

Genau das ist auch eine der zentralen Frage in dem Jugendbuch „Alles dreht sich“ von Rosemarie Eichinger. Dabei ist nur das Leben der einen Protagonistin – Linda – durch die Diagnose Gehirnturmor bedroht. Bereits unmittelbar nach dieser niederschmetternden Diagnose lernt Linda noch im Krankenhaus Max kennen, der zwra nicht krebskrank, aber psychisch labil und bei der Psychologin in Behandlung ist. Einer seiner Ticks ist es, sich immer wieder die Haare auszureißen.
Max und Linda fragen sich nun, was von ihnen übrig bleibt, wenn sie einmal gestorben sind. Sie beginnen eine Liste zu schreiben mit Dingen, die sie vor ihrem Tod noch tun wollen.

Nun mutet diese Liste, von der der Leser nur Bruchstücke erfährt, etwas merkwürdig an: Punkt 1 lautet „Jeden Tag ausgiebig schimpfen und fluchen“. Ich habe mich sofort gefragt, ob DAS wirklich etwas wäre, das ein Jugendlicher mit 15 Jahren vor seinem Tod unbedingt tun wollte. Ich hätte das mit Sicherheit nicht auf meine Liste gesetzt.
Ein weiterer Punkt ist „Haare blau färben“. Damit beginnen die beiden dann auch in der Umsetzung. Das ist der Anfang von dem Plan „ein Zeichen zu setzen“.

Die dritte im Bunde ist Pia, Lindas beste Freundin. Sie erscheint erst im Laufe des Buches und benimmt sich zumindest am Anfang so, wie der Leser es erwartet. Sie erfährt, dass die beste Freundin einen Gehirntumor hat und nicht mehr lange zu leben hat. Pia kann zunächst – verständlicherweise – nicht mit dieser Information umgehen und wundert sich ebenfalls über das Verhalten von Max und Linda. Dabei wird Max als der „Böse“ dargestellt, der Linda eigentlich nur zu diesem „Blödsinn“ anstiftet. Dennoch ist auch Pia schon bald aktiver Teil der Gruppe und setzt ebenfalls „Zeichen“.

In verschiedenen Aktionen hängen die drei aussortierte Kleidungsstücke in ihrer Stadt auf. Dazu befestigen sie Schilder, auf denen beispielsweise steht „Ich bin das 13. T-Shirt im Schrank. Meine Näherin ist zehn Jahre alt und verdient weniger als 50 Cent pro Tag. Schluss mit Ausbeutung und Sklaverei!“ (S. 129).
Ich muss ehrlich zugeben, auch wenn diese Aktion im Buch viele Nachahmer gefunden hat, hat sie mich nicht wirklich überzeugt. Ja, möglicherweise würden die Jugendlichen heute solche Aktionen planen und durchführen, aber bringt das wirklich so viel? Was wäre gewesen, wenn diese Aktion keine Nachahmer gefunden hätte? Wäre sie nicht einfach im Sande verlaufen?
Im Hintergrund verschwindet dagegen Lindas Krankheit, die erst auf den letzten Seiten noch einmal kurz thematisierr wird.

Damit wurden meine Leseerwartungen nicht erfüllt, hatte ich doch ein Buch erwartet, in dem Jugendliche zeigen, wie sie sich bei einer so lebensbedrohenden Diagnose verhalten. Die im Buch präsentierte Lösung erschien mir eher unrealistisch.

Gewöhnungsbedürftig fand ich auch die Sprache mit den kurzen, abgehackten Sätzen, die teilweise auch unvollständig sind. Der gesamte Roman mutet an wie eine überdimensionale Email. Es wird ein ernstes Thema angesprochen, doch die Verarbeitung dieses Themas erscheint doch sehr oberflächlich und wenig tiefgehend.
Interessant ist der Perspektivenwechsel: jedes Kapitel wird abwechselnd aus der Sicht einer der drei Protagonisten als Ich-Erzähler geschrieben und manchmal muss der Leser erst ein paar Zeilen lesen, ehe er weiß, aus wessen Sicht erzählt wird.

Abschließend kann ich nicht sagen, ob und wenn ja, wem ich die Lektüre dieses Buches empfehlen würde. Ich denke, dass ich dieses Buch wohl als Teenager gelesen hätte, aber gegen die starken Bücher einer J. K. Rowling oder einer C. Funke dürfte dieses Buch keine Chance haben.

Herzlichst, Eure
Ms_GointoMoon

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Schwimmen

Ich gehe ja wirklich gerne schwimmen und ein Urlaub ist für mich auch nur dann erholsam, wenn ich mindestens ein Mal pro Woche schwimmen bin, besser aber noch öfter. Wasser ist mein Element. Dabei ist es mir relativ egal, ob ich im Schwimmbad, im Meer oder im See schwimmen kann – diese Orte sind für mich alle reizvoll.
Nun ergab es sich, dass die Tochter in diesen Sommerferien einen Schwimmkurs besuchte, der als einwöchiger Intensivkurs angeboten wurde. Für mich hieß das zum einen: das Kind jeden Morgen zur Schwimmhalle fahren, die leider nicht um die Ecke liegt. Zum anderen hatte ich dadurch aber auch die Gelegenheit, eine Woche lang jeden Tag zu schwimmen, richtig zu schwimmen und nicht nur zu planschen, wie ich es sonst oft mit den Kindern mache.
An den ersten beiden Tagen schwamm ich also jeweils 60 Bahnen. Das tat wirklich gut. Aber ich habe mich auch über die anderen Badegäste gewundert – um nicht zu sagen: geärgert. Warum ist es so schwer, rechts zu schwimmen? Warum ist es so schwer, auf andere Schwimmer Rücksicht zu nehmen?
Da gab es die älteren Damen, die sich zum Kaffeeklatsch im Wasser trafen. Naja, sie hingen eigentlich nur an der Beckenkante. Die drei Studentinnen, die wohl ganz offensichtlich etwas für die Bikinifigur tun wollten, schwammen zu dritt in einer Reihe – es war kein Durchkommen mehr. Eine ältere Dame hatte die – für mich mehrmals blöde – Angewohnheit, kurz vor Ende der Bahn noch einmal einen kräftigen Kraulbeinschlag einzusetzen, nachdem sie zuvor im Bruststil langsam ihre Bahn gezogen hatte. Eine Gruppe halbstarker Jungen wurde nach einigen kräftigen Bauchklatschern vom 1-Meter-Brett schnell vom Bademeister in das Nichtschwimmerbecken verbannt. Das Mädchen, das für „Jugend Trainiert für Olympia“ üben wollte, war offensichtlich zur falschen Zeit gekommen, denn für sie gab es kaum ein Durchkommen auf der Bahn.

Ihr seht schon, langweilig war es in der Schwimmhalle ganz und gar nicht. Und Töchterchen hat auch etwas gelernt. 🙂

Herzlichst, Eure
Ms_GoingtoMoon

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Tagebuch-Bloggen 5. Juli

Ich finde die Idee von FrauBruellen großartig und will das mit dem Tagebuch-Bloggen auch mal versuchen.

7:25 Der Wecker klingelt. Ich habe so intensiv geträumt, dass ich noch 5 Minuten liegen bleibe und an den Traum zurückdenke.

7:30 Ich wecke die Kinder. Die Tochter ist allerdings schon wach.

7:50 Schnell laufe ich zur Tankstelle rüber, um frische Brötchen fürs Frühstück zu holen. Die Brötchenauswahl an unserer Tanke ist gar nicht schlecht.

8:00 Wir frühstücken. Die Tochter bekommt ihre Cornflakes nur mit Mühe runter. Sie ist sehr aufgeregt wegen der bevorstehenden Bronze-Schwimmprüfung.

8:45 Meine Eltern rufen an, um uns einen schönen Urlaub zu wünschen. Das kann man nie früh genug tun.

9:15 Wir brechen auf und bringen zunächst den Sohn zu einem Freund. Am Kanalufer in Holtenau, wo der Freund wohnt, sehen wir das blau-weiße Fährschiff der ColorLine einfahren. Gerne würde ich verweilen, doch die Zeit wird knapp.

9:45 Wir kommen an der Schwimmhalle in Schilksee an. Nun müssen wir uns schnell umziehen und in die Halle. Während die Tochter ihre Schwimmprüfung ablegt, ziehe ich meine ca. 60 Bahnen. Das habe ich in dieser Woche jeden Tag gemacht und es hat mir so gut getan. ich plädiere – wie schon so oft in meinem Leben – für ein eigenes Schwimmbad im Haus.
Dir Tochter darf sogar fürs Silberschwimmabzeichen schwimmen, schafft es aber nicht ganz. Ich gratuliere ihr stolz zum Bronzeabzeichen.

11:30 Wir holen den Sohn auf dem Rückweg von der Schwimmhalle wieder beim Freund ab.

12:05 Zur Feier des Tages gehen wir in die Uni-Mensa zum Mittagessen. Es gibt Currywurst bzw. Schnitzel und Pommes. Die Kinder lieben es. Mir ist es heute irgendwie zu laut in der Mensa.

13:00 Jetzt muss ich noch arbeiten. Die letzten Korrekturen vor dem Urlaub tun am meisten weh.

15:00 Wir müssen noch einige Besorgungen für unsere Radtour machen und sind zwei Stunden unterwegs. Ich hoffe, jetzt haben wir alles. Morgen wird Probe gepackt.

17:00 Als wir zurückkommen, schiebt das Nachbarmädchen ihr Neugeborenes Schwesterchen im Kinderwagen auf und ab. Wir dürfen die knapp zwei Tage alte Selma bewundern.

17:30 Ich arbeite noch etwas – fertig bin ich aber immer noch nicht.

19:00 Endlich sitzen wir am Abendbrottisch. Es gibt Brot, Wurst und Käse – nichts besonderes also. Hinterher gibt es Wassermelone, die lieben die Kinder.

19:30 Heute machen wir einen Kinoabend. Die Kinder haben den Film „Die Wunder der Welt“ von Willi-will’s-wissen ausgesucht. Wir haben sogar Popcorn.

Und wenn die Kinder im Bett sind kann ich hoffentlich noch „Flemming“ gucken (oder eine Folge „Bones“).

Herzlichst, Eure
Ms_GoingtoMoon

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Im Juli

Nachdem der Juni ziemlich laut (u.a. Kieler Woche mit diversen Feuerwerken) zu Ende gegangen ist und auch so sehr aufregend und mit vielen Terminen sehr anstrengend war, soll der Juli nun etwas ruhiger werden. Es ist Urlaubsmonat und daher kommt auch dieser Artikel mit einer leichten Verspätung.

Im Juli will ich also

– viel Zeit mit den Kindern verbringen
– viel Rad fahren
– Neues entdecken
– viel lesen
– Kraft für die bevorstehenden Aufgaben tanken
– endlich die Steuererklärung erledigen
– mit Freunden zusammen sein und es einfach noch einmal genießen, Zeit zu haben.

Und Ihr? Was steht bei Euch im Juli an?

Herzlichst, Eure
Ms_GoingtoMoon

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